Hersteller · Sömmerda
Rheinmetall, Werk Sömmerda (vorm. Dreyse)
Sömmerda ist der zweite historische Pol der thüringischen Waffenfertigung neben dem Raum Suhl/Zella-Mehlis: Hier baute Johann Nikolaus von Dreyse das Zündnadelgewehr, das die preußische Armee revolutionierte. 1901 übernahm Rheinmetall die Dreyse’schen Werke.
Dreyse M1907
Die Selbstladepistole M1907 (Konstruktion Louis Schmeisser) in 7,65 mm Browning wurde von Polizeibehörden eingeführt und im Ersten Weltkrieg auch militärisch verwendet. Sie ist der Sömmerdaer Beitrag zum Sammelgebiet — und ein technisch eigenwilliger: der Verschluss läuft oberhalb des Laufs, das Spannen erfolgt über das Abknicken des Oberteils.
Nach 1945
Das Werk wurde demontiert; am Standort entstand später das VEB Büromaschinenwerk Sömmerda (Robotron) — die Fertigungstradition wechselte vom Verschluss zur Schreibmaschine und schließlich zum Computer. Ein Musterfall für die Frage dieses Projekts, was aus Rüstungsstandorten nach Systembrüchen wird.
Modelle dieses Herstellers
Quellen
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