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Hersteller · Zella-Mehlis

Carl Walther Waffenfabrik, Zella-Mehlis

1886–1945 KaiserreichErster WeltkriegWeimarer Republik1933–1945 gesichert

Carl Walther gründete die Waffenfabrik 1886 in Zella St. Blasii (ab 1919 Teil von Zella-Mehlis). Aus einer Jagd- und Scheibenwaffenfertigung wurde unter den Söhnen — vor allem Fritz Walther — der prägende deutsche Hersteller von Selbstladepistolen.

Die Polizeipistolen PP und PPK

Mit der PP (Polizeipistole, 1929) und der kompakteren PPK (1931) gelang Walther der Doppelschlag, der die Gattung definierte: Hahnschlagsystem mit Spannabzug, sichere Tragweise mit Patrone im Lager, industrielle Serienqualität. Beide Modelle wurden von Polizei und Behörden im In- und Ausland eingeführt und weltweit kopiert.

Die P38

Die P38 wurde 1938 als Ersatz der Pistole 08 zur Ordonnanzpistole der Wehrmacht bestimmt — technisch ein Generationssprung (verriegelter Rohrrücklauf, Spannabzug) und fertigungstechnisch deutlich günstiger als die 08. Die Fertigung lief in Zella-Mehlis (Code „ac”) sowie bei Lizenznehmern.

1945: Bruch und Fortsetzung im Westen

Mit Kriegsende wurde die Fertigung in Zella-Mehlis beendet, die Anlagen wurden demontiert. Die Familie Walther baute das Unternehmen in Ulm neu auf. Für dieses Projekt endet die Betrachtung 1945 — die thüringische Linie — während die Ulmer Fortsetzung nur als Kontrast dient: dieselbe Firma, zwei deutsche Nachkriegswege.

Modelle dieses Herstellers

Quellen

  1. [Online] Firmengeschichte Walther — Unternehmensdarstellung Carl Walther GmbH Link